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Gesetzeslage

Gesetzliche Anforderung zum Brandschutz an den Arbeitgeber laut Arbeitssicherheitsgesetz

Hierfür sind die technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.2 "Maßnahmen gegen Brände" relevant. Diese Regeln geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder. Sie werden vom Ausschuss für Arbeitsstätten ermittelt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.
(1)

Laut dieser Regeln hat der Arbeitgeber eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.


(2)

Wie viele Brandschutzhelfer notwendig sind, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Hierfür ist ein Anteil von fünf Prozent der Beschäftigten in der Regel ausreichend. Besteht eine erhöhte Brandgefährdung und gibt es vermehrt Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie große räumliche Ausdehnung der Arbeitsstätte, kann auch eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern erforderlich sein.


(3)

Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer müssen auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter berücksichtigt werden.


(4)

Brandschutzhelfer sind fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall.

(5)

Zur fachkundigen Unterweisung zählen nicht zuletzt praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen.

Darüber hinaus sind Arbeitgeber aufgefordert, Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen unter Beachtung der Herstellerangaben regelmäßig sachgerecht warten und auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen und diese Ergebnisse zu dokumentieren. Bestehen keine Mängel, muss dies durch Anbringen einer Plakette kenntlich zu machen. Gibt es jedoch Mängel zu beanstanden, hat der Arbeitgeber unverzüglich zu veranlassen, die Feuerlöscheinrichtung instand zu setzen oder auszutauschen.

Weitere Bestimmungen zum Umgang mit Feuerlöschern:

  • Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit sind Feuerlöscher mindestens alle zwei Jahre durch einen Sachkundigen zu prüfen.
  • Bei starker Beanspruchung können kürzere Zeitabstände erforderlich sein.
  • Von der Prüfung der Funktionsfähigkeit durch den Sachkundigen nach Absatz 1 bleiben die zusätzlichen wiederkehrenden Prüfungen der Feuerlöscher nach der Betriebssicherheitsverordnung unberührt.